Krankentransport um 1800

Das Geschichtsprojekt „275 Jahre Elisabethinen in Linz“ gewährt uns im Zuge unserer Recherchen interessante Einblicke in das Leben im Orden und im Krankenhaus. So entdeckten wir unter den Beständen des Oö. Landesmuseums diese Tragbahre, auch Tragtruhe genannt, die um 1800 bei den Elisabethinen in Verwendung war, um kranke Frauen ins Spital zu transportieren.

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17. März 2018

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275 Jahre Elisabethinen in Linz

Im Juli 1745 machte sich Ernestine von Sternegg von Wien nach Linz auf. Hier wollte sie mit ihren Mitschwestern ein Elisabethinen-Kloster mit angeschlossenem Krankenhaus errichten. Dies war der Beginn einer grandiosen Erfolgsgeschichte. Die Aufarbeitung der spannenden 275-jährigen Geschichte des Linzer Konvents und seines Krankenhauses legten die Elisabethinen nun in die Hände von rubicom.

30. Juni 2019

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Verborgene Schätze – entdecken und bewahren

Die professionelle Beschäftigung mit Geschichte gleicht oft einer detektivischen Spurensuche. Überraschende Einblicke und spannende Entdeckungen gehören dabei immer wieder zum Arbeitsalltag. Oft stoßen wir auf beeindruckende Objekte, die uns eintauchen lassen in das Leben vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte. Die Ordensgeschichte zu "275 Jahre Elisabethinen in Linz" zählt in diesem Zusammenhang sicherlich zu den herausragenden Beispielen. Die Fremdheit so mancher Funde für heutige Augen stellt den Historiker vor die Aufgabe das Vergangene für ein heutiges Verständnis zugänglich zu machen. Denn was könnte uns heute ferner liegen, als die Verehrung von Reliquien. Diese war im 18. Jahrhundert noch eine selbstverständliche religiöse Praxis, durch die die Gläubigen in Berührung kamen mit der beispielgebenden Vita der Heiligen.

Die Kranke lag sicher und geborgen in der Tiefe des sargähnlichen Gebildes, ein Deckel aus gestärkten Leinen hielt Hitze, Staub, Regen oder auch neugierige Blicke fern. Tragbahre und Traggestell sind aus einem Korpus gefertigt, das verschaffte den Trägern Stabilität, konnten sie doch so Unebenheiten des Weges im Tragen – auch zusätzlich durch eine entsprechend eingeübte Gangart – gut austarieren und die Kranken möglichst schonend und sanft transportieren. (Foto: Oö. Landesmuseum)

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